Leitfaden: So wird deine Website Generation-Z-freundlich

Die Generation Z (oder einfach Gen Z) ist die, die auf die Millennials folgt und vor der Generation Alpha kommt. Laut Wissenschaftlern und Massenmedien beginnt sie bei Mitte bis Ende der 1990er-Jahre und endet in den frühen 2010er-Jahren. Vielleicht kennst du sie auch als „Digital Natives“, denn sie ist die erste gesellschaftliche Generation, die von klein auf Zugang zum Internet und zu tragbaren digitalen Medien hat. Daher sagt man ihr auch die geringste Aufmerksamkeitsspanne nach.

Wir werden aber gleich erläutern, wie du ihre Aufmerksamkeit länger als nur ein paar Sekunden halten kannst.

Tipps, wie du eine Website gestaltest, die für die Gen Z geeignet ist:

1. Die mobile Website ist wichtiger als die Desktop-Version

Die Generation Z ist in einer Welt aufgewachsen, in der Mobiltelefone das wichtigste Kontaktmittel sind. Digital Natives sind große Konsumenten von Mobilgeräten. Sie verlangen sogar von unterwegs ein lohnendes und produktives Online-Einkaufserlebnis. Selbst wenn sie zu Hause keinen Desktop oder gar einen Laptop haben, besitzen fast 80 % ein Smartphone.

2. Stelle sicher, dass deine Website mit großartigem UX/UI-Design punktet

Wenn es um den Webauftritt eines Unternehmens geht, sind Digital Natives internetaffiner und wählerischer als frühere Generationen. Deine Website ist möglicherweise der erste Touchpoint mit deinem Unternehmen, deswegen unser Tipp: Punkte mit einem modernen Design. Es ist wichtig, die Website aktuell und qualitativ hochwertig zu halten.

Die Online-Nutzer von heute blättern vertikal durch Websites und scannen dabei Texte und Fotos. Als Webdesigner führst du den Blick des Besuchers durch visuelle Hierarchien und Grafiken, um ihn auf bestimmte Details zu lenken und die Website leicht konsumierbar zu machen.

Einfachheit und Klarheit sind der Schlüssel. Da die Gen Z ihr ganzes Leben mit digitalen Inhalten konfrontiert ist, legt sie intuitiv Wert auf gutes Webdesign.

23 % der Gen Z würden eine Website wegen schlecht entwickelter 
Mobile-Funktionen verlassen.

Das ist nicht schockierend, wenn man bedenkt, wie wichtig Einfachheit und Zuverlässigkeit für sie sind. Mach ihnen das Leben leichter, indem du visuellen Kontakt und eine starke User Experience nutzt. Wenn du in eine gute Architektur investierst, solltest du sicherstellen, dass auch die Funktionen diese unterstützen.

3. Stelle sicher, dass deine Inhalte wie angegossen zu deiner Zielgruppe passen

Die Generation Z bevorzugt maßgeschneiderte Inhalte. Laut einer Umfrage von WP Engine gibt die Hälfte der Generation Z an, dass sie nicht auf eine Website zurückkehren würden, die die Werbung nicht nach ihrem Geschmack personalisiert. Unternehmen, welche die Gen Z ansprechen möchten, sollten Personalisierungsfunktionen auf ihren Websites nutzen.

Im Gegensatz zu früheren Generationen, die auf Google nach Antworten suchen, zieht es die Gen Z vor, Videos auf YouTube anzusehen.

Antwortsuche auf Google oder YouTube
Antwortsuche auf Google oder YouTube

Es ist zu erwarten, dass die Generation Z und nachfolgende Generationen in Zukunft bewegungs- oder animationsbasierte Erlebnisse erwarten, die natürlicher sind als herkömmliche Erlebnisse.

4. Optimiere deine Website für Long-Tail-Keywords

Unabhängig davon, welche Altersgruppe du ansprichst, solltest du deine Website und ihren Inhalt für lange Suchbegriffe anpassen. Millennials sind nicht weit hinter der Generation Z, wenn es darum geht, in ganzen Phrasen oder Sätzen zu suchen.

Neben der textbasierten Suche nutzen Digital Natives und Millennials auf ihrem Smartphone täglich digitale Sprachassistenten wie Siri und Alexa. Wenn eine Person einem intelligenten Sprachassistenten eine Frage stellt oder eine vollständige Bestellung aufgibt, kann der KI-Algorithmus den Long-Tail-Begriff lernen und Suchanfragen durchführen.

Digitale Sprachassistenten wie Alexa oder Siri können Long-Tail-Begriffe lernen und Suchanfragen durchführen
Digitale Sprachassistenten können Long-Tail-Begriffe lernen und Suchanfragen durchführen

Übrigens: Long-Tail-Suchanfragen werden immer häufiger. Die Optimierung der Website für Suchanfragen der Generation Z wird dir helfen, Besucher aller Altersgruppen anzuziehen.

5. Verwende klare, auf den Punkt gebrachte Formulierungen und Storytelling

Die Generation Z ist in ständigem Kontakt mit digitalen Inhalten aufgewachsen und hat alle Werbetricks gesehen, denen man ausgesetzt sein kann. Aus diesem Grund kann die Gen Z eine gute Werbung leicht von einer schlechten oder unecht klingenden Werbung unterscheiden. In Verbindung mit ihrer kurzen Aufmerksamkeitsspanne werden also die meisten wegklicken, noch bevor sie das Ende deiner Werbung gesehen haben.

Es gibt jedoch eine Möglichkeit, dies zu bekämpfen: Storytelling.

„Storytelling“ ist eines dieser Schlagworte geworden, mit dem jeder um sich wirft. Die Idee besteht darin, das Engagement zu verbessern, indem man eine Geschichte erzählt – und zwar ganzheitlich von den Designelementen bis hin zum Blog-Beitrag.

Digital Natives nutzen Produkte und Dienstleistungen, mit denen sie sich verbunden fühlen. Das Erzählen von Geschichten ist ein Marketinginstrument, um mit den Verbrauchern in Kontakt zu treten, eine Verbindung und Vertrauen aufzubauen.

FAZIT: So gewinnst du die Gen Z für dich

Beim Webdesign geht es längst nicht mehr nur darum, grafische Elemente und Worte auf eine Seite zu bringen. Bei der Gestaltung deiner Website solltest du dir Gedanken über deine Zielgruppe machen und darüber, was diese von deinem Auftritt, von der Präsentation deiner Produkte oder Dienstleistungen erwartet. Dieses Wissen wird dir dabei helfen, Personas zu entwickeln und deine Markengeschichte zu umreißen.

Mache es aber nicht zu kompliziert, keep it simple.

Die Grundlage deiner Geschichte sind im Wesentlichen das Problem deiner Kunden, die Lösung und der Erfolg.

Anna von Brandwerk

Über die Autorin

Anna Loidl

Anna surft durch die digitale Welt, auf der Suche nach News und Trends. In unserem Magazin teilt sie Wissenswertes über Social Media, Onlinemarketing und UI Design.